
Jahresend-Checkliste 2025:
Fünf zentrale Themen für eine effiziente Abschlussvorbereitung
04.12.25
Arzu Akdemir
Mit dem näher rückenden Jahresabschluss gewinnt die organisatorische Vorbereitung an Bedeutung. Viele Unternehmen nutzen die letzten Wochen des Jahres, um Abläufe zu strukturieren, Verantwortlichkeiten zu klären und potenzielle Risiken frühzeitig zu identifizieren. Eine vorausschauende Planung hilft, Engpässe zu vermeiden und den Abschlussprozess effizient zu gestalten.
Fristen und Zeitplanung klar definieren
Ein strukturierter Zeitplan ist entscheidend für einen reibungslosen Jahresabschluss. Dazu gehören interne Deadlines, konzerninterne Vorgaben sowie die Einhaltung gesetzlicher Fristen. Ebenso wichtig ist die frühzeitige Abstimmung mit dem Abschlussprüfer – sowohl hinsichtlich der Terminierung der Prüfungshandlungen vor Ort oder digital als auch der Einbindung der relevanten Fachabteilungen. Eine klare Kommunikation sorgt dafür, dass alle Beteiligten informiert sind und Vorbereitungen fristgerecht erfolgen können.
Werthaltigkeit von Finanzanlagen prüfen
Bei Beteiligungen und anderen Finanzanlagen stellt sich vermehrt die Frage nach deren Werthaltigkeit. In komplexeren Fällen kann die Einholung eines externen Gutachtens erforderlich sein. Da solche Bewertungen zeitintensiv sein können, sollten Unternehmen frühzeitig entscheiden, ob externe Expertise notwendig ist. Dies verhindert Verzögerungen im Abschlussprozess und stellt sicher, dass Wertminderungsfragen sachgerecht beurteilt werden.
Inventur und Saldenbestätigungen sorgfältig vorbereiten
Die Jahresinventur stellt hohe Anforderungen an Planung und Dokumentation. Dazu gehören klare Abläufe, terminliche Abstimmungen sowie die Information aller beteiligten Stellen. Zu klären ist unter anderem, wer an der Inventur teilnimmt, ob die interne Revision involviert wird und in welchem Umfang der Abschlussprüfer anwesend sein oder die Abläufe im Nachgang prüfen wird.
Auch die Vorbereitung externer Saldenbestätigungen sollte rechtzeitig erfolgen. Frühzeitiger Versand und geordnete Rücklaufkontrollen unterstützen eine effiziente Prüfungsdurchführung und sichern die Nachvollziehbarkeit der Forderungs- und Verbindlichkeitsbestände.
Rechtsstreitigkeiten und Rückstellungen im Blick behalten
Offene oder potenzielle Rechtsstreitigkeiten können Auswirkungen auf den Jahresabschluss haben. Die Buchführung sollte über alle laufenden Verfahren informiert sein, um einschätzen zu können, ob Rückstellungen zu bilden oder anzupassen sind. In bestimmten Fällen empfiehlt sich zudem die Einholung aktueller Stellungnahmen von Rechtsanwält:innen, um Sachverhalte präzise zu bewerten und bilanzielle Risiken korrekt zu erfassen.
Digitale Bilanzakte vollständig vorbereiten
Eine gut strukturierte digitale Bilanzakte erleichtert sowohl die interne Organisation als auch die Zusammenarbeit mit dem Abschlussprüfer. Dazu gehört die klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten, die rechtzeitige Anforderung offener Dokumente sowie die Sicherstellung, dass alle Bereiche wissen, welche Unterlagen benötigt werden. Eine vollständige und übersichtliche Aktenstruktur reduziert Rückfragen und spart wertvolle Zeit im Prüfungsprozess.
Unterstützung durch BKRS
Unternehmen, die diese Schritte rechtzeitig angehen, schaffen optimale Voraussetzungen für einen strukturierten und gut planbaren Jahresabschluss. BKRS Consulting unterstützt bei Bedarf dabei, die notwendigen Prozesse vorzubereiten und im Rahmen der Abschlussprüfung fachlich zu begleiten.



